Ein Weißer mehr... Teil 2

  • Die Tage beim Umräumen wieder über eine Flügelschraube gestolpert. Vor Ewigkeiten habe ich ob am Luftfiltergehäuse bereits statt Mutter eine Flügelmutter montiert sodaß man ohne Werkzeug an den Luftfilter kommt. Der Ansaugbereich ist ja eh für einiges im Weg - wenn der montiert ist kommt man nicht mal an die Zündkerzen 1 und 2 ran. Der Vordere Ansaugschlauch war aber immer noch mit Schlauchschelle und Schraube:


    Der Anschaugschlauch ist aber unten am Querträger befestigt und verbleibt eigentlich im Auto wenn ich den Ansaugtrakt oben demontiere. Immer der lästige Schraubenzieher ;) . Hatte damals passen Flügelmutter für oben und gleiche Flügelschraube für unten geholt. Durch die großen Flügel kann sie aber nicht direkt an Schelle anliegen sondern braucht ein Distanzstück. Endlich mal gefertigt und montiert:


    Könnte wohl doch noch ein klein wenig kürzer sein und im Gesamten auch im anderen Winkel festgeschraubt werden. Aber das ist dann fällig wen die restliche Pfingstarbeit am Cabrio erledigt sein wird.

  • Link zum Beitrag mit der oberen Flügelmutter:

    https://archiv.golfcabrio.de/forum/rund-ums-cabrio/galerie/vorstellung/109884-ein-weißer-mehr?p=1983546#post1983546


    Am Schlauch sieht es noch etwas "komisch" aus, gebe ich zu. Aber oben (siehe Link) weiß eh keiner wie es damals war ^^ .

  • Am Schlauch sieht es noch etwas "komisch" aus, gebe ich zu. Aber oben (siehe Link) weiß eh keiner wie es damals war ^^ .

    Mei, die Ingenieure -so sie denn noch leben^^- sicher schon 8|


    ;)

  • So, ein großer Punkt erledigt. Es ist nun eine G-Welle verbaut 8) . Die ersten 66km sind auch schon damit gefahren, Regen gibt es ja erst wieder morgen Mittag (und dann für den Rest der Woche <X ). Vom Prinzip ging der Einbau gut, aber natürlich nicht ohne den einen oder anderen Punkt. Ein paar Fotos sind gemacht, es folgt dann die Tage entsprechend auch Text & Bild im Detail.


    Motor hat jetzt sicherlich magische 20 PS mehr ^^ - nein mal Ernsthaft. Man kennt ja immer ein paar Stellen wo der Wagen soundso läuft. Und da ist eine merkliche Änderung vorhanden, also wird wohl doch 1 PS bei rumgekommen sein. Es fehlt noch die Umrüstung auf die original TSZ-H (die im Rocco JB ja Serie war) und dann will ich hier mal auf den Prüfstand. Denke mal das die 70 Pferdchen alle wieder vorhanden sein werden und hätte es gerne mal schwarz auf weiß. Vielleicht ist ja auch eins mehr dabei.

  • Fangen wir mal mit dem Werkzeug an. Wenn es geht baue ich die Werkzeuge gerne selbst nach (z.B. die Nüsse für die Stoßdämpferkolbenstange). Aber manches geht dann nicht so oder läßt sich von mir nicht umsetzen. Also wurden zwei Werkzeuge gekauft.


    Einmal für die Spannrolle:


    Im Nachhinein muß ich zugeben dass sich das auch schön selbst hätte bauen lassen. Aber ich da ich keine alte Spannrolle habe bzgl. Lochabstand und so hätte ich es "am Motor" bauen müssen. Ließ sich wunderbar sanft damit einstellen und ohne Probleme festschrauben. Aber ich bräuchte mal flachere Nüße, man sieht ja wie eng ist da war.


    Und dann zum Gegenhalten am Nockenwellenrad:

     


    Das ist über 50cm lang, also perfektes Gegenhalten ist garantiert. Mitgeliefert werden ein paar Sätze an mehr oder weniger dünnen Stiften. Mein Nockenwellenrad (alt wie neu) hat schöne kreisrunde 30mm Löcher. Also zwei Adapterstücke gedreht die da perfekt passen. Da war dann auch von einem der Vorbesitzer wieder der Schraubenlack vorhanden - aber so ließ es sich einfach lösen und auch wieder mit 80 NM anziehen.


    Habe die nicht mal 30,- Euro nicht bereut.

  • Ich wollte vermeiden dass ich die untere Zahnriemenabdeckung demontieren muß - wer mag schon das Riemenrad lösen ^^ . Also nach einem Weg gesucht wie ich ihn "oben" halten kann. Er läßt sich recht gut unter dem NWR durchführen und dann mit Kabelbinder im Bereich der Benzinleitungen befestigt:


    Hat wunderbar gehalten und es gab auch keine Verstellung der Zwischenwelle.


    Bei der G-Welle war auch ein NWR dabei. Ich hatte nicht geplant dass ich es tausche. Beide selbe Teilenummer, aber mein "Made in England" und das andere "Made in Germany" - ich mußte es wechseln 8) :


    Dafür ist die OT-Markierung dort nun kein Punkt mehr sondern eine vertiefte Fläche. Gefällt mir auch ganz gut so. Der rote Farbtupfer den man sieht ist auf der Außenseite wo er ja eh nix aussagt.


    Das geschlossene Cabriodach ist übrigens eine beliebte Ablage ^^:


    Der alte Simmering war noch dicht, nur etwas schmierig dort aber kein laufendes Öl:


    Zu mindestens stelle ich mir einen undichten Simmering anders vor. Wurde natürlich gegen einen neue getauscht, war ja alles zerlegt.


    Die Nockenwellenlager waren etwas zickig. Oder sagen wir mal die Anleitung von VW ist nicht perfekt geschrieben. Lager 1, 3, 5 demontieren, dann 2 & 4. Nur: Die ersten 3 bewegten sich kein Stück nach dem die Muttern ab waren. Im Internet gesucht, aber keinen mit selben Problem gefunden. Leichte Schläge wurden völlig ignoriert. Also mal 2 und 4 angelößt. Und siehe da: Der Druck der von den Ventilfedern bei den beiden kommt reicht völlig aus um die anderen 3 Lager zu lösen. Könnte man auch besser beschreiben - vermutlich ist der Repleitfaden aber nicht für über 212.000 km geschrieben ;) . Demontiert sieht es dann so aus:

  • Neue Welle oben, alte Welle unten. Und nebenbei ein Blick auf das Werkzeug :) :


    Von der Seite auch noch, mit der Handykamera aber kein perfekter Vergleich. Links die alte, rechts die neue:


    Und dennoch kann man die Unterschiede erkennen finde ich.


    Zum Einbau kann ich dann auch wieder etwas meckern über den Repleitfaden. Erst 2 und 4 über Kreuz, dann 5, 1, 3. Also so gemacht. Und: Lager 5 paßt nicht :cursing: . Was auch klar ist. Denn Lager 5 ist die links-rechts-Führung der NW. Man muß also erst mit Lager 5 ausrichten wie die Welle gehört und kann dann 2 und 4 fest schrauben. Und dann noch 5 und 3 und 1. Naja, es ist auf jeden Fall wieder zusammen


    Wie schon erwähnt, Simmerung kam natürlich neu. Oben der neue, unten der alte:


    Etwas eingeölt und mit einer passenden Buchse sauber vorsichtig eingeschlagen:

  • Nockenwellenrad montiert. Der Zahnriemen ließ sich wieder sauber auflegen und spannen:


    Was mir vorher aufgefallen war, die Nockenwelle ließ sich recht schwer drehen. Aber die Kontrolle der Lager ergab kein Problem, daher wurde weiter montiert. Hatte da so eine Ahnung. Was ja noch erfolgen muß ist das Einstellen vom Ventilspiel. Nach Wechsel im kalten Zustand, nach 1.000 km dann nochmal warm. Werkzeug ist ja vorhanden:


    Und dabei hat sich dann auch gezeigt was los ist:


    Das vorhandene Spiel war einfach viel zu gering für ein lockeres drehen. Die Einlaßventile sind nun auf Mittelmaß gestellt, die Auslaßventile auf Maximum. Bei 6 der 8 Scheiben sind nun 3,60 als Scheiben verbaut. Sehr gleichmäßig, dafür habe ich nun auch keine 3,60 Einstellscheiben mehr. Bin gespannt was mich dann in 750km erwartet wenn es warm kontrolliert wird. Vermutlich sollte ich bis dahin noch ein paar 3,60 besorgen :/ .

  • Coole Dokumentation! Viel Erfolg weiterhin!

    Golf 1 Cabrio, 07/88, MKB JH 95PS, Quartett, weiss / weiss

    Golf 1 Cabrio, 04/90, MKB 2H 98PS, Etienne Aigner, mangrovengrün

    Golf 1 Cabrio, 03/92, MKB 2H 98PS, Classic Line, bordeaux und beiges Leder (grössere Revision)

    Golf 1 Cabrio, 01/93, MKB 2H 98PS, Sportline, rot (wird gerade aufbereitet zur Zulassung)

    Golf 1 Cabrio, 11/85, MKB DX 112PS, schwarz und rotes Leder (zerlegt, Neuaufbau)


    h%s


    Gesucht: G1C Etienne Aigner Stoff in Grün

  • Gibt es Kritik an diesen Kerzenbildern? Also nicht die fotografische Qualität sondern bzgl. der Verbrennung. Ich würde die rehbraun und damit Optimal einordnen. Sind am nächsten Morgen nach einer längeren gemischten Fahrt aufgenommen. Jeweils Zylinder 1 & 2 sowie 3 & 4:

     


     


    Wenn er zu Mager wäre dann sollte der schwarze Ring auch hell sein wenn man sich so durch andere Bilder klickt.

  • Sieht ja recht sauber aus. Ich habe mal irgendwo in einer Oldtimerzeitschrift gelesen, dass es dieses "Rehbraun" eigentlich nicht mehr geben kann weil das wohl früher durch das im Kraftstoff enthaltene Blei entstand. Solange sie nicht komplett weiß, schwarz, Anhaftungen, Fehlstellen oder eine Mischung aus vorherigem besitzen sollten sie i. O. sein.