Hallo zusammen,
ich mal wieder ![]()
Neuer Tag, neues Problem ![]()
Heute Spurstangenwechsel am Cab mit Servo.
Eigentlich sollte man meinen, ist doch kein Problem und schnell erledigt, aber wie in vielen anderen Lebensbereichen auch --> "Mach ich mal eben zwischendurch" geht immer in die Hose.
Folgendes , mein Cab stand, sehr lange, annähernd 14 Jahre, dementsprechend sind die Standschäden. Es soll dieses Jahr wieder auf die Straße, sodass wir in dieser Saison noch fahren können. Deswegen habe ich auch schon sehr viel gemacht, auch viele nervige Kleinigkeiten.
Da die Manschette meiner Spurstange defekt ist und auch der Gummibalg vom Kopf schon rissig wird, dachte ich, mache ich direkt mal die ganze Stange neu, das Axialgelenk sieht bestimmt auch nicht mehr so top aus. Also hab ich die Spurstangen besorgt (ich wechsel natürlich paarweise) und mich nochmal kurz eingelesen.
Da war dann schon Problem Nr. 1.
Der VW Rep-Leitfaden sieht beim Wechsel der Spurstange den Ausbau des Lenkgetriebes (LG) vor. Dieses soll dann mit der Zahnstange im Schraubstock eingespannt werden (mit Alubacken) natürlich. Das ganze dient dazu, dass verhindert werden soll, dass sich die Zahnstange verdreht und die Dichtungen dabei beschädigt werden. OK, für mal eben, war mir das zuviel Arbeit, also dachte ich mir, dann hole ich nur den Spurstangenkopf runter, mach die Manchette neu und setz den neuen Spurstangenkopf auf und erstmal fertig.
Da kam dann Problem 2, der alte Spurstangenkopf will zum verrecken nicht runter. Ich bekomme die Kontermutter schon nicht gelöst. Ich hab wirklich schon einiges versucht, natürlich erstmal alles sauber gemacht, dann ordentlich mit Rostlöser und WD 40 geflutet, aber nichts tut sich, dann noch die Spurstange mit Kältespray bearbeitete und die Mutter versucht zu erwärmen, sitzt immer noch bombenfest.
Da ich in einer Garage arbeite und keine Bühne habe, kann ich leider auch meine Schlüssel durch aufschieben von Rohren nicht entsprechend verlängern (da man ja mehr oder weniger im Radkasten mit begrenztem Platz arbeitet), um noch mehr Kraft aufzubringen.
Es sieht auch so aus, als sei der Spurstangenkopf beim damaligen tausch mit einem weißen Lack oder ähnlichem eingesetzt worden... das würde die Sache zusätzlich erschweren ![]()
Also bin ich jetzt doch wieder dabei die Spurstangen komplett wechseln zu wollen, allerdings hab ich wenig Lust auf die Arbeit das LG auszubauen, da mich das zeitlich wieder meilenweit nach hinten wirft und weil es, so wie das sehe , auch ziemliche Fummelei ist, dieses auszubauen und ich auch keine Bühne habe um vernünftig arbeiten zu können.
Deswegen meine Frage an euch, hat das schon mal einer bei einem Cab mit Servo ohne Ausbau des LG gemacht? Wie sind da so die Erfahrungen, ist die Gefahr das LG zu beschädigen wirklich so hoch, wenn man nicht nach Werksanweisung vorgeht.
Ich kann mir halt auch nicht vorstellen, dass man in den 90ern und Folgejahren in den Werkstätten immer das LG ausgebaut hat um die Spurstange zu wechseln, zumal ich glaube, dass eine freie Werkstatt das nicht mal zwingend gewusst hätte, dass sie es ausbauen und mit der Zahnstange im Schraubstock einspannen sollen. Die Arbeit würde in der Werkstatt doch niemand bezahlen wollen, damals wie heute nicht ![]()
Wie seht ihr das? Das ich das letztlich auf eigenes Risiko mache ist mir klar
, aber ich wüsste gerne eure Meinungen dazu ![]()
Würde dann eines dieser Wechselwerkezuge verwenden wollen:
Wechselwerkzeug 1: Wechselwerkezug 2:
Die Variante 1 würde mir am besten gefallen! Erinnert mich an das Prinzip vom Lösewerkezug für Ölfilter.
Das ich die Spur nach den Arbeiten einstellen lasse versteht sich von selbst, ebenso den Sturz, Fahrwerk ist auch schon neu gekommen
.
Also gebt mal reichlich euren Senf dazu ab, in der Suche hab ich leider zu diesem Problem "Spurstangenwechsel bei Servolenkung-ohne Ausbau Lenkgetriebe" nichts passendes gefunden.
Danke euch und LG
der Micha ![]()