Vollzug.
Obwohl Zeitnot bestand habe ich so gemacht wie auch mein ursprünglicher Rat einmal war. Das Originalgetriebe haben wir nicht mehr angefasst. Meine Lektion: wenn ein Getriebe Spuren von Gewalt Einwirkung (Hammerschläge) hat, lass die Finger davon oder öffne es komplett. Teil- Reparaturen und Abdichtungen enden im Drama.
Ich habe dann über Kleinanzeigen ein gebrauchtes Getriebe gesucht, und eins auf dem Land vom Ex Golf eins Besitzer gefunden. Angeblich nur der dritte Gang nicht schaltbar, daneben lag noch ein weiteres in unbekannten Zustand. Zum Land-Preis von 200 € habe ich alles eingepackt und 300 km nachhause gebracht.
Vorsorglich synchron Ringe zweimal organisiert und alle Simmeringe . Schon nach einer Woche hat mir die Werkstatt das Getriebe repariert, die Dichtflächen für Simmerringe waren alle viel besser als bei meinem originalen, die Flansche bei beiden Getrieben fest und auch nur leicht ölig, das hatte ich vorher kontrolliert. Die Getriebeglocken standen komplett unter Öl wie immer.. im Innern hat der Profi nichts augenfällig verschlissen gefunden außer zwei verbrannte Synchronringe und eine fehlende Passhülse zum hinteren Gehäuse Teil. Gut dass ich das zweite Getriebe hatte so konnte man dort sich bedienen.
Das reparierte Ersatzgetriebe läuft soweit ohne Geräusche wie man sich das vorstellt bei 200.000km und lässt sich auch gut schalten. Mein grüner fährt zwar noch geschmeidiger aber hat auch weniger Kilometer.. und kein Gl4+ LM Öl.
Mit 900 € hab ich jetzt ein funktionierendes Getriebe und zweimal Alt Eisen in das auch knapp 150€ investiert wurde. Diverse Nachtschichten und Stunden zählen wir nicht.
In Summe bin ich zufrieden und überzeugt dass das der bessere Weg ist, wenn man Zeit hat als ein Getriebe aus Polen zu kaufen. Denn so konnte ich es offen ansehen und besprechen was zu tun ist, nämlich außer Synchronringe nichts.
