Motor (JH) verschluckt sich, geht aber nicht aus.

  • Also, dann kommt so ein Ding auch noch her.

    Gibt‘s gute Geräte vom Chinamann. Nach Autool suchen. Als Rauchmittel Babyöl ohne Parfüm und andere Zusätze nehmen.

  • Nabend,


    also, das Ding ist heute um 16 Uhr hiergewesen. Ich war natürlich wie auf Kohlen gesessen.

    Allerdings war meine Prüfung nach anfänglichen Problemchen (man bläst damit ja auch in den Stauscheibenkasten und somit auch in den Luftfilter) mit dem Ergebnis, dass ich sagen würde, dass die Schläuche dicht sind. Ich habe bis auf die dann zu behebenden Pfade keine Leckagen an den Verbindungsstellen gefunden.


    Auf jeden Fall ist vom Saugrohr zum Motor hin alles dicht und vom Saugrohr bis zur Stauscheibe hin auch nichts rausgekommen. Hab ich getrennt gemacht, war einfacher.


    Was mir aufgefallen ist:

    Wenn ich die Stauscheibe manuell hochhebe (Motor aus), dann bewege ich doch auch den Steuerkolben. Das geht recht satt, da klappert nichts, es klemmt auch nicht. Geht richtig satt und ruckfrei.


    Allerdings habe ich den Eindruck, daß die Stauscheibe schneller absinkt, wie der Steuerkolben. Wenn ich die Stauscheibe händisch schneller absenke und dann wieder anhebe, dann höre ich, wenn ich mit dem Hebel dann wieder auf den sich abwärts bewegenden Steuerkolben treffe.


    Ansonsten habe ich nochmal Stecker und Kontakte gereinigt, aber gelöst ist das Problem nicht.


    Ich kann die Aussetzer provozieren, wenn ich beim Hochschalten eine Gedenksekunde einlege, dann tritt das Phänomen nicht auf.


    Außerdem habe ich auf der letzten Probefahrt grad was probiert.

    Ich habe den Drucksprungschalter ausgesteckt, ich wollte sehen, was passiert, denn der ist ja auch für eine Anreicherung bei Drucksprüngen zuständig.

    Aber da hat sich gar nichts verändert, das wurde nicht zur Kenntnis genommen.

    Ich kann auch das Kaltstartventil und den Zusatzluftschieber abstöpseln, das juckt den Motor gar nicht, der läuft dann so gut und so schlecht wie vorher.


    Gruß

    Juergen

  • Allerdings habe ich den Eindruck, daß die Stauscheibe schneller absinkt, wie der Steuerkolben.

    Das ist verdächtig und nicht normal.

  • Naja, ich weiß nicht, wer das überhaupt schon mal probiert hat. Der Kolben sitzt ja satt und ist auch nicht trocken.

    Der fällt nicht, sondern der rutscht, würde ich jetzt das gefühlsmäßig mal beschreiben.

    Er hat kein hohes Gewicht und rutscht daher halt runter, das macht er ja auch.


    Und wenn ich die Stauscheibe mechanisch schneller schliesse, als der rutscht, dann überhole ich ihn mit der Stauscheibe.


    Ich hab da halt keinen Vergleich, aber im benzingefüllten Mengenteiler wird der Kolben ja nicht fallen, dazu bräuchte er ja wesentlich mehr Spiel als "saugend".


    Oder hat der eine Feder? Ich hab auf der Zeichnung keine gesehen, aber wenn der eine Feder hätte, dann wäre er zu langsam.

    Einmal editiert, zuletzt von ingbilly ()

  • Oder hat der eine Feder? Ich hab auf der Zeichnung keine gesehen, aber wenn der eine Feder hätte, dann wäre er zu langsam.

    Gibt beides bei der K-Jet, die Logik wann mit und wann ohne Feder hat sich mir noch nicht erschlossen (auf alle Mengenteiler gesehen). JH meine ich, ohne Garantie, hat ne Feder. Diese ist aber schon sehr fein.


    Der Kolben muss einfach wirklich sehr leichtgängig sein. Schwierig auf Distanz zu beurteilen.

  • Hallo,


    also, es ist eine Feder drin.

    Ich hab den Mengenteiler grad mal ausgebaut gehabt und mir das angeschaut.


    Es ist eine Feder drin, die ist nicht besonders stark. Aber sie schiebt den Steuerkolben.

    Habe den Kolben reingedrückt und wieder rauskommen lassen. Ich würde sagen, der geht satt, klappert in der Bohrung aber nicht grad rum. Passt sehr gut, ich schätze das auf max. 0,02mm "Spiel", eher etwas weniger.

    Etwas weniger als unsere hydraulischen Steuerkettenspanner (Arbeitgeber) haben.


    Der Kolben geht ohne hakeln, ich hätte ihn aber etwas schneller erwartet. Saugend ist der richtige Ausdruck, er geht nicht besser und nicht schlechter.


    Ratlos bin ich, ratlos.

    Nach dem, was ich jetzt gesehen habe, würde ich mir schon zutrauen, den komplett zu zerlegen und nach Reinigung wieder mit neuen Dichtungen zusammenzubauen.

    Ob das das Problem aber löst, ...


    Gruß

    Juergen

  • Nach dem, was ich jetzt gesehen habe, würde ich mir schon zutrauen, den komplett zu zerlegen und nach Reinigung wieder mit neuen Dichtungen zusammenzubauen.

    Du hast eine Stahlmembrane zwischen den Hälfte , die ist nicht ganz trivial betreffend Dichtheit. Ich überhole die Dinger beruflich, es ist schon nicht ganz ohne und ohne Prüfstand zum Kanäle synchronisieren eigentlich eher mistig sauber umzusetzen.


    Gehen tut es aber sicher und man kann sich da grundsätzlich gut reinfuchsen, ich habe aber auch Lehrgeld bezahlt.

  • Du hast eine Stahlmembrane zwischen den Hälfte , die ist nicht ganz trivial betreffend Dichtheit. Ich überhole die Dinger beruflich, es ist schon nicht ganz ohne und ohne Prüfstand zum Kanäle synchronisieren eigentlich eher mistig sauber umzusetzen.


    Gehen tut es aber sicher und man kann sich da grundsätzlich gut reinfuchsen, ich habe aber auch Lehrgeld bezahlt.

    Glaub ich Dir, das war auch einer meiner Gedanken, die Einstellung der einzelnen Kanäle wird ein Thema.

    Das eine wird erstmal die Gleichmäßigkeit und das andere die exakte Menge sein.

    Ich hab noch kein Gefühl dafür, um welche Mengen es da geht und ich weiß auch noch nicht, ob ich das so mache.


    Ich hab mir grad mal ein Opfer besorgt, das ich mir genauer anschaue.


    Interessanterweise konnte ich heute nach dem Zusammenbau das Phänomen, daß ich mit der Stauscheibe dem Kolben nach unten davoneilen und dann beim erneuten Hochziehen wieder kontaktiere, nicht nachvollziehen. Mir gelang es nicht, die Rolle der Stauscheibe vom Kolben abzuheben.


    Gefahren ist das Auto danach aber auch nicht besser, eher schlechter.

  • Hallo,

    ich komm nur schleppend voran, war zu wenig Zeit.

    Das Opferteil ist noch nicht hier.

    Aber ich hab noch ein Video vom letzten Mal, das lad ich grad mal hoch.

    Das ist der ausgebaute Mengenteiler, der auf einem Schraubstock liegt.

    Der Kolben geht doch schön so, oder?


    2026-09-05 13.12.55.mov


    Gruß

    Juergen

  • Hallo,


    es gibt ein Update, aber leider keine Lösung.

    Mengenteiler wurde jetzt gegen ein überholtes Teil getauscht, keine Änderung.


    Ich bin jetzt mit Kerzen, Verteiler, Zündspule, Zündmodul, Temperaturschalter, Taktventil, Lambdasonde, Steuergerät, Zusatzluftschieber, Drucksprungschalter und Mengenteiler durch.

    Habe im Moment keine weitere Idee mehr.


    Gruß

    Juergen

  • Dumme Frage .. welchen Verteilerfinger hast Du verbaut? Einen mit Drehzahlbegrenzer? Ich weiss nicht ob es die für Golf gibt ? Für Audi ja und wir meiden die Dinger .. zudem gibt es bei bestimmten Audi Modellen verschieden breite Verteilerfinger.. ist der richtige verbaut? Kollege aus'm Club hatte im Audi 200 den falschen Verteilerfinger verbaut und ein ähnliches Problem der ruckelte über 4500 Touren rum..

  • Muß ich mal nach der Teilenummer schauen.

    Es ist ein ganz normaler Verteilerfinger, also nichts exotisches. Der gleiche in neu halt, wie vorher drin war.

    Der Verteiler selbst hat eine Unterdruckdose, das hab ich geprüft, das ist leichtgängig.

  • Nabend,


    ein Update zur Geschichte. Vielleicht kann es ja auch mal jemanden helfen, obwohl ich noch nicht sicher bin, ob es gelöst ist.


    Ich hab am letzten Samstag den dritten Mengenteiler dringehabt.

    Also den schließe ich jetzt echt aus.

    Ich habe jetzt den ersten, einen zweien überholten und einen dritten Mengenteiler dringehabt.
    Der erste und der zweite sind meine, der dritte stammte aus einem laufenden Auto.

    Das Auto hatte diese Verschlucker immer weiter und ich hatte mittlerweile sogar den Verdacht, daß das immer schlechter wurde.


    Da ich mittlerweile Verteiler, das Zündmodul, die Temperaturfühler, die Lambdasonde, das Steuergerät und den Mengenteiler ausreichend oft in der Hand hatte, hatte ich mir einen Überholsatz für den Mengenteiler besorgt.

    Den hatte ich diese Woche fertig (Ultraschall und Dichtungen) und habe den heute eingebaut.


    Das Auto lief mit dem WLR auch nicht besser, wie gesagt, ich hatte den Verdacht, daß das sogar schleichend immer schlechter wurde.


    Ich konnte das Auto immer auf hohe oder Höchstgeschwindigkeit bringen, wenn ich nicht ruckartig schaltete oder Gas gab. Einfach normal durchbeschleunigen und dem Auto fehlte nichts.


    Heute habe ich dann ein von außen nicht so richtig schlecht aussehendes Kabel um eine leicht auffällige Stelle gekürzt. Das Kabel des oberen Temperaturzeitschalters.

    Anschließend fuhr das Auto besser, viel viel besser. Die nächste Fahrt mußte meine Frau machen, weil es so ist, daß sie Sachen kaputtbekommt, die keiner sonst niedermachen kann.

    Aber nicht mal sie brachte diese Verschlucker mal hin. Zweimal hat er geruckelt (auf 25 km) aber sonst nicht mehr. Als ich dann gefahren bin, hab ich den provoziert, aber es war nix mehr.


    Ich bin also nicht ganz sicher, ob das nun erledigt ist, aber ich werde nochmal abschließend berichten, wenn wieder ein paar Kilometer drauf sind.


    Die Aktion hat mir nun einige Teile angeschwemmt.

    Ich hab gekauft:

    Druckmessdose für Betriebsdruck und Steuerdruck

    Ultraschallbecken und Reiniger

    Rauchnebelmaschine

    2x Dichtsatz Mengenteiler

    1x Dichtsatz Warmlaufregler

    Meßgläser zur Prüfung der Mengenteiler, Ringschrauben

    1 Mengenteiler gebraucht

    1 Lambdasonde

    1 Steuergerät

    1 Temperaturfühler

    1 Zündmodul

    Verteilerkappe und Finger


    Sollte jemand einen Mengenteiler, Zündmodul oder Lambdasonde brauchen, die können wieder weg.


    Gruß

    Juergen