Hi, ja versuche das näher dann zu erklären. Wie gesagt, gibt da viele Faktoren, die das notwendig machen. Vor allem die Zulassungsbestimmungen unter bestimmten Begebenheiten und der Wunsch der Kunden (und auch der Hersteller) nach mehr Komfort. Das Beispiel "Benz Coupe. Bj. 89" ist da nicht aussagekräftig, da ich ganz stark vermute, dass dieser keinen automatischen Hochlauf der Scheiben hat. Das ist nämlich das ausschlaggebende Kriterium.
Aber zurück erstmal zum Problem am entsprechenden Fahrzeug:
Sollte diese "Kurzhubabsenkung" einmal nicht mehr funktionieren, kann man dies "kalibrieren". Dies macht das Fahrzeug und seine Software vom Kunden unbemerkt von selber nach einer bestimmten Betätigungszahl. Mit Zündung an, geschlossenem Verdeck die jeweilige Scheibe mit dem Schalter in der Tür (komplett gezogen! Ist zweistufig) in die obere und auch untere Stellung fahren und dort den Schalter für einige Sekunden (besser sogar bis 30 Sekunden) halten. Dies jeweils am besten 2-3 Mal oben und unten wiederholen. Ist, soweit ich weiß, auch so ähnlich in der Betriebsanleitung beschrieben. Manchmal ist es auch hilfreich, den Wagen vorher einmal für 10 Minuten stromlos zu legen (ich weiß, ist doof, gehen auch einige andere Sachen dabei verloren
), wieder anklemmen und wenn die Möglichkeit der OBD (OnBoardDiagnose) besteht, Fehler auslesen und ggf. löschen.
Hintergrund ist, das die Fensterheber zwischendurch mal einen festen Anschlag (unten im Fensterheber und oben die Scheibe in der Dichtung) brauchen um zu wissen, wo ist wirklich Ende. Den Rest macht die Software mit Zählen der Motorumdrehungen. Denn die Scheibe soll ja auch bei geöffnetem Verdeck nicht höher und beim Runterfahren nicht mit einem lauten Klack in die unteren Anschläge fahren.
Dies wäre das erste, was ich machen würde. Denn alles andere wird dann schon mit mehr Arbeit zu tun haben...