So, das Cabrio hat versagt. 😒 So halb jedenfalls (bislang).
Zunächst mal war die Hinreise zum ersten Teil des Urlaubs gut. Gutes Wetter, ein schöner erster Urlaubsteil in Norditalien mit Freunden. Danach geht es für mich ja immer weiter woanders hin, ohne genaue Planung.
Das Drama fing eigentlich schon auf der Hinreise 20 Minuten nach Abfahrt an, bzw. kündigte sich an. Ich war auf der Autobahn und hörte plötzlich wieder kurzzeitig diese ätzende klackern aus dem Antrieb. Das Klackern, welches ich im letzten Jahr auch schon immer wieder mal zwischendurch hatte, sich dann aber vermeintlich als ein auf den Regenabweiser schlagender Scheibenwaschschlauch herausstellte. Und dann auch weg war nachdem ich den Schlauch hochgebunden hatte. Auch auf der Fahrt an einem der langen Wochenenden in diesem Jahr mit Wohnwagen war das Geräusch nicht zugegen.
Ich war innerlich mal kurzfristig echt am kochen und habe überlegt, ob ich gegen den Volvo austausche. Bin dann aber weitergefahren. Zwischendurch kam das Geräusch ganz kurz immer mal wieder. In Italien habe ich es gar nicht mehr gehört.
Gestern bin ich nach Frankreich rüber über den Mont-Blanc Tunnel. Da war das klackern auch dann und wann zu hören.
Heute wurde das klackern dann auf Landstraßen immer mehr und auch kräftiger.
Ich habe dann entschieden in eine Werkstatt zu fahren, was mir ja per se sehr mißfällt. Die erste Werkstatt sagte, es sei das Getriebe. Auf das nun erhebliche Spiel und das klappern der beifahrerseitigen Antriebswelle hingewiesen blieb man beim Getriebe.
Dann bin ich zur nächsten größeren Stadt (Chalons sur Saone), dort wollte sich eine Werkstatt das dann am Nachmittag angucken. Die Campingplatzsuche erwies sich dann noch als bescheiden weil natürlich ausgerechnet an diesem Wochenende irgendwelche Straßenkünstler zu tausenden in der Stadt unterwegs sind. Außerhalb bin ich dann noch auf einem eigentlich vollen Campingplatz untergekommen, er hat mir einen größeren geschotterten Platz (für Treffen) in der prallen Sonne zur Verfügung gestellt, Strom gibt es auch und Rabatt gab er mir ebenfalls nachdem er das schöne (klackernde) Auto sah. Da auch der Wohnwagen klimatisiert ist war das mit der prallen Sonne kein Problem. Wenigstens eine weitere wirklich schöne Frankreicherfahrung.
Die Werkstatt am Nachmittag, ich mache es kurz: Der Chef konnte kein Englisch, war aber bemüht. Mein französisch ist gar nicht mal so schlecht, reicht aber bei weitem nicht. Der Mechaniker roch nach zwei Flaschen Rotwein. So war auch seine Diagnose. Das Angebot belief sich auf 1500 Euro. Merci beaucoup, au revoir. Habe trotzdem etwas Trinkgeld in der Kasse gelassen. Schön für das Werkstattpersonal: Alle fanden das Auto sehr schön, vermutlich aufgrund der landesüblich zahlreichen Kratzer, Dellen, Schrammen und Macken. 🤣
Immerhin konnte ich selbst mal genau drunterschauen. Es ist für mich auf jedenfall die Antriebswelle. Das Spiel ist natürlich bedeutend geringer wenn die Räder voll ausgefedert sind. Das Radlager (auch vor nicht allzu langer Zeit erneuert mit einem INA Teil) hat ebenfalls auf der Beifahrerseite etwas Spiel. Wäre mir aber erstmal egal gewesen.
Meine Entscheidung: Ich werde morgen früh auf dem absolut direkten Weg mit möglichst wenig Last über Autobahn nach Deutschland fahren und bei Freiburg die Grenze hoffentlich übertreten 😉. Wenn die Karre dann verreckt kann ich wenigstens problemfrei in Deutschland eine Lösung suchen. Vielleicht muss sich jemand auf der Linie Freiburg > Karlsruhe > Frankfurt > Kassel > Bielefeld > Oldenburg für eine kurzfristige Park-/ Repariermöglichkeit erbarmen. Ich hoffe es aber nicht.
Wie ich den Rest des Urlaubs nun verbringe weiß ich noch nicht. 4 Antriebswellengelenke und ein Radlager sind schonmal bestellt.
Ich bin insgesamt aber noch ganz gut gelaunt.
Was ärgert mich am meisten an der ganzen Sache? Dass die teuren und vermeintlich hochwertigen GKN-Gelenke versagt haben. Ich möchte einen Montagefehler meinerseits definitiv nicht ausschließen, aber so wahnsinnig viel falsch machen kann man da ja nicht. Ich werde auf jeden Fall berichten.
Ist noch Platz auf dem Jahrestreffen? 😉
Gruß
René