Beiträge von Futzy

    Quartett-Recaros.


    Am Dienstag war ich bei meinem Stickereiminister

    und habe die Rückenmittelbahnen bearbeiten lassen.


    Am Donnerstag wurde dann zugeschnitten.




    Da Acki sich für eine Sitzheizung entschieden hat,

    wurden die Polster und die Heizmatten dafür vorbereitet.


    Die Lage Reisswolle muss runter.

    Diese dient(e) als Unterpolsterung und für den Bezugsstoff als Schutz vor dem Schaumstoff,

    um den Radiereffekt zu vermeiden.



    Nach dem Auspacken...



    ...die Heizmatten auflegen und die Einzüge anzeichnen.

    Fürs Sitzpolster ist die Heizmatte zu lang und muss gekürzt werden.



    Und bitte die Matten nicht verwechseln oder verkehrt auf die Polster kleben. ;)



    40er Löcher stanzen.

    Anschliessend das beigelegte Klebeband aufkleben und 20er Löcher stanzen.


    Das Klebeband muss sein,

    da die Carbonheizmatten keinen Kontakt zu den Spanndrähten im Polster oder im Bezug haben dürfen.



    Fertig zum Aufkleben.


    Die Verspannung des Bezugs im Gestell der Oberschenkelauflage sieht heutzutage auch etwas anders aus.





    Und zwar so.



    Der momentane Stand der GTI-Recaros sieht so aus.


    Sitzpolster sind soweit fertig.

    Richtig ins Gestell einhaken kann ich die Bezüge aber nicht,

    da zuerst die Kabel und die Schläuche wieder angeklemmt werden müssen.



    Die Rückenwannen müssen noch geschweisst und bearbeitet werden,

    erst dann kann ich mit dem Aufziehen fortfahren.



    Ich hoffe,

    dass mein Herr Nachbar nächstes Wochenende Zeit hat.


    Und das Wetter mitspielt.

    Denn bei Regen steht sein Pirelli nicht in der Einfahrt,

    weil dann in der Garage geschweisst wird.

    Zerlegt. :)



    Den Schaum der Oberschenkelauflage habe ich gedämpft.


    War noch einiges rauszuholen.

    Wahrscheinlich habe ich damals den Bezug einfach zu knapp genäht.




    Bei den Sitzseitenwangen musste ich auf eine Ersatzwange zurückgreifen.


    Die innere Wange fällt früher nach hinten ab.

    Hat also eine andere Form als die äussere Wange.

    Das möchte ich aber so nicht haben.



    Die Ersatzwange hat die passende Form zur Aussenwange.

    Die Aussenwange habe ich auch vom Federleinen befreit und anschliessend gedämpft.


    Nach dem Runterziehen der äusseren Wange kommt eine Lage Federleinen zum Vorschein.

    Verstärkt habe ich damals schon.

    Auch von innen, wie das Bild mit dem Lederstreifen zeigt.



    Nach dem Abschrauben der grossen Verkleidung auf der Rückseite...



    ...kann man ein Datum erkennen.



    Dann werden die Bezüge der unteren Seitenwangen entfernt.

    Zuerst die kleinen Plastikprofile aushebeln

    und dann die Wangen runterziehen.



    Danach den Bezug der oberen Seitenwangen bzw der Schulterunterstützung.


    Krumm ist die Wanne nicht

    hat aber einen Riss im Blech vorzuweisen.



    Noch eine Schweissnaht, die mein Nachbar ziehen muss. ;)



    Der Lederstreifen in der unteren Seitenwange tut weiter seinen Dienst und bleibt drin.


    Ab Werk sind die Schrauben mit Loctite eingesetzt.

    Man wollte halt auf Nummer Sicher gehen.


    Dummerweise wusste ich das beim ersten Zerlegen nicht.

    Also habe ich die Schrauben damals abgeknackt und durch falsche Exemplare ersetzt.

    Passende Schrauben habe ich aber in meinem Fundus.



    Auf der Innenseite ist eine grössere Verkleidung verschraubt.

    Hinter dieser befindet sich noch eine Schneckenfeder (nennt man das Ding so?).


    Diese soll wohl der Rückenlehne bzw dem Motor beim nach vorn fahren helfen,

    wenn der Sitz in die Liegeposition verstellt war.



    Passende schwarze Ösen für die Spannteile der Seitenwangen hatte ich damals leider auch nicht zur Verfügung.

    Alles ziemlich hemdsärmelig.



    Weiter ging es mit der bekannten Schrauberei und Blechnasen Aufbiegerei.



    Die Verspannung des Bezugs im Gestell der Oberschenkelauflage sieht heutzutage auch etwas anders aus.



    Beim Sitzpolster habe ich im vorderen Bereich auch schon ein neues Stück eingesetzt,

    da das erste zu abgeschabt gewesen ist.


    Trotz der sehr sehr schlechten Nachrichten am heutigen Tage,

    siehe hier im Beitrag #5300,



    ging es an den GTI- und Quartett-Recaros weiter.



    Der Fahrersitz der GTI-Recaros wurde zerlegt.



    Frühwerke, für dich man sich heutzutage schämen muss. :rolleyes:




    Na immerhin habe ich schon einen Gegendraht auf der Rückseite des Rückenpolsters für die spätere Klammerung im Gestell verknotet.



    Die Montage der Rückenplatte ist im original mit druckknopfähnlichen Nieten ausgeführt.

    Diese habe und hatte ich nicht,

    somit habe ich die Rückenplatte damals verschraubt.


    Nun ja...



    Der Keder hatte von Anfang an einen Knick.

    Kommt ja eh weg. ;)



    Die originale Federmatte ist irgendwann im Rennbetrieb bei Forza Motorsport 3&4 gerissen

    und wurde durch eine Matte von einem späteren Recaro ersetzt.

    Leider ist die Matte zu lang/tief, sodass die vorderen Haken nicht zu befestigen sind.


    Kommt auch raus und wird durch Gurte ersetzt.




    Den Sitz angeschlossen und durchgefahren.

    Die Lordose pumpt Luft und die Lehne lässt sich verstellen.

    Sehr gut. :)


    Nicht genervt,

    eher geschockt.


    Bekomme eben um 12:07 einen Anruf vom Schwager meines Scheffs.

    Am Samstag fand eine Motorradausfahrt mit mehreren Teilnehmern statt

    und nach der Ausfahrt sollte der Tag noch im Garten meines Scheffs bei Bier und Bratwurst ausklingen.


    Dazu kam es aber nicht mehr,

    da mein Scheff mit seiner Harley einen so schweren Unfall hatte,

    dass er an seinen Verletzungen gestorben ist. 8| =O


    Sein Schwager war wohl direkt hinter ihm.


    Das sind so Nachrichten die man am Sonntag hören möchte,

    wenn man gerade dabei ist sich den Mittach fertigzumachen. :(


    Und mit 59 Jahren auch etwas zu früh...


    Gruss Futzy



    Nachtrag:

    Habe Links zu den Berichten in den regionalen (Online-) Zeitungen gefunden:


    https://www.goettinger-tageblatt.de/lokales/goettingen-lk/radolfshausen/toedlicher-unfall-bei-landolfshausen-motorradfahrer-stirbt-auf-l523-MHC5HHNYKZCUBLQBXCCK5UXODM.html


    und




    Nun habe ich auch Gewissheit,

    wenn ich mir das Bild der Göttinger Tageblatt- Zeitung anschaue.


    Es war/ist sein Motorrad.


    Mann, Mann, Mann...


    Zum Abschluss und damit der Schaum auch beisammen bleibt,

    kam noch eine Lage Nessel obendrauf.



    "Warum machst du dir den Stress mit dem Reparieren?

    Nimm doch einfach die Auflage vom Ford-Sitz."


    Könnte ich machen,

    aber dann habe ich kein Musterstück für den irgendwann nächsten Sitz,

    sollte dieser genauso beschädigt sein.



    Die Bezüge der Quartetts sind bis auf die Rückenmittelbahnen alle soweit fertig,

    also ging es gestern ans Aufziehen.


    Sitz- und Rückenpolster werden nicht getackert, geklammert oder geklebt,

    sondern mittels Klettverschluss unterm Polster befestigt.

    So kann ich auch nachkorrigieren, sollte der Bezug nicht so recht sitzen.



    Fertig sieht die Sitzfläche vom LS84 dann so aus.



    Und mit aufgesteckter Rückenlehne dann so. :)



    Der Stoff knallt.

    Geil! 8) :thumbup:


    Gruss Futzy

    Bei den Quartetts ging es auch weiter.


    Die eingerissene Federmatte des LX84 kam raus.

    Dafür is das intakte Exemplar des Ford-Sierra-Recaro eingezogen.



    Die Kopfstützen wurden auch schon zerlegt und bezogen,

    dabei ist mir ein Unterschied aufgefallen.


    Das Gestell der LX-Kopfstütze ist schmaler als das Gestell der Ford-Stütze

    und die Stangen lassen sich weiter nach vorn stellen.



    Auch sind die Stangen am unteren Ende leicht anders.



    Klar, dass der Schaum von innen auch anders geformt ist.





    Die Oberschenkelauflage des LX84 hat schon bessere Zeiten gesehen.

    Also ging die Repariererei los.



    Nach der Schaumstoffkleberei, Sägerei und Schleiferei war die gewünschte Höhe erreicht.


    Der C-Classic verfügt über eine beiseitige Lehnenentriegelung.

    "Cool, die behalten wir bei", dachte ich so bei mir.


    Leider ist das nicht möglich, da der Kompressor seinen Platz braucht

    und der Entriegelungshebel somit weichen muss.


    (Das Foto habe ich aufgenommen,

    nachdem ich den Niet der Befestigung schon ausgebohrt habe.)




    Die nächste kleine Baustelle stellt die Verstellstange der Schulterunterstützung dar.


    Der C81 hat noch geschraubte "Prilblumen" als Verstellräder,

    der C-Classic hat aufgesteckte "Nussecken".


    Die Stange musste ich mit dem Dremel etwas bearbeiten, sprich abschleifen,

    damit die Aufsteckhülse aufgeschoben werden konnte.


    Die Nussecke wollte ich nicht verbauen,

    passt nicht zum Rest und zur Optik des Sitzes.



    Die Verstellstangen und die Bügel der unteren Seitenwangen sind in ihre neue Behausung umgezogen.

    Die Sicherungsscheibe runterkrepeln war fummelig.



    mecki

    Woran erinnert uns das nur? ^^ :thumbup:



    Der momentane Stand der Wanne sieht nun so aus.



    Bei Gelögenheit werde ich bei meinem Herrn Nachbarn vorstellig werden

    und ihn um seine Schweisskünste bitten.


    Denn innen muss ein Blech mit Mutter eingesetzt werden,

    um den kleinen Beschlag verschrauben zu können.



    Der C-Classic hat da einfach einen Tunnel bzw Metallrohr,

    was wohl die Umlenkung der Lehnenentriegelung beherbergt.


    Ganz genau weiss ich das allerdings erst,

    wenn ich den C-Classic, der noch in der Scheune steht,

    zerlegt habe.


    Auf der Aussenseite fehlt auch ein Blech,

    in das noch ein Loch gebohrt werden muss,

    um die Umlenkrolle des Bowdenzuges aufstecken zu können.



    Sollte aber alles machbar sein. :)

    Wasserdampf ist Viagra für Schaumstoff. 8o



    Nicht nur die Rückenwanne ist inne Wicken,

    die Schulterunterstützung muss ja auch dazu passen.

    Altmetall.



    Beim ersten Anschliessen des Sitzes tat der Motor der Lehnenverstellung seinen Dienst,

    der Kompressor wollte aber nicht so recht.

    Also habe ich diesen ausgebaut.

    Muss ja eh getan werden.



    Wie war das bei Verbrennerautos, wenn der Anlasser nicht will wie er soll?

    Mit einem Hammerstiel einen Anschubser geben. :)


    Na bitte, geht doch.

    Leider hat sich nur eine Kammer der Lordose aufgepumpt.



    Also in meinem Teilefundus gekramt und eine andere Lordose gefunden.

    Diese stammt aus einem Fahrersitz.

    Ist somit gespiegelt, was die Position der Schläuche angeht.



    Auch bei dieser wollten nicht alle Kammern, wie sie sollen.

    Somit habe ich dann die funktionierenden Kammern abgetrennt

    und mit einer dritten Lordose einen kompletten Satz zusammengestellt.


    Zusammengeschlossen, aufgepumpt und abgelassen.

    So wollen wir das haben. :)




    Die Rückenwanne des C-Classic hat leider keinen Platz für den Kompressor wie die Wanne des C81.



    Also anzeichnen und den Dremel bemühen, der seit zwanzig Jahren in der Bude rumfliegt.


    ... was habe ich mir denn da für eine Mähre angelacht? =O

    Die Rückenwanne ist krumm und eingedellt.


    Was muss man eigentlich anstellen,

    damit ein Sitz so aussieht?



    Soll uns aber nicht jucken.

    Als Ersatz habe ich dafür nämlich eine Rückenwanne von einem Recaro C-Classic.

    Diese ist auch nicht krumm und oder eingedellt.

    Der Recaro C-Classic ist sowas wie ein Faceliftmodell des C81.


    sgjp77

    Auch hier noch mal vielen Dank für das Aufspüren und Zusenden der Sitzrahmen und Rückenwannen.

    Wie man sehen kann, werden diese nun nach und nach gebraucht. :)



    Die beiden Rückenwannen im Vergleich.



    Motor, Kompressor, Seitenwangenbügel, Lordoseunterstützung und Schaumteile müssen umziehen.




    Zwischendurch habe ich mich den Schaumwangen angenommen

    und diese mit Wasserdampf gedämpft.


    Einfach genügend Wasser in den Kocher,

    Deckel offenlassen, so kocht DER Gerät immer weiter und die Schäume

    erhalten mehr- oder minder ihre originale Form und Höhe.


    Rechts vor und Links nach dem Dämpfen.


    Der grosse Beschlag muss natürlich auch abgeschraubt werden.

    Nach dem Abschrauben ist der Bowdenzug der Lehnenentriegelung nicht mehr unter Spannung

    und man kann die kleine, gequetschte Aluhülse mit einem Seitenschneider aufbiegen.



    Der kleine, innere Beschlag ist mit einer grossen Schlitzschraube gesichert.



    Nach dem Herausnehmen des Rückenpolsters kommt man an die Blechnasen

    und die Polsterklammern, um diese aufzubiegen.



    Die Verstellräder der unteren Seitenwangen sind mit einer 17er Mutter gesichert.

    Nach dem Abschrauben lässt sich dann der Bezug über die Verstellstangen ziehen.



    Natürlich gibts ein Datum auf der Rückenplatte.

    Der Stuhl ist wohl am 4. Juli 1983 gebaut worden.


    acki

    Wann war die Erstzulassung deines Festdacheinsers?

    Ist der Stuhl älter als das Fahrzeug?



    Der Bezug der oberen Seitenwangen ist mit kleinen Spreiznieten im Gestell befestigt.

    Ich habe schon versucht den Stift nach innen hineinzudrücken,

    um die Nieten weiter verwenden zu können,

    leider ist dieses Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt.


    Bei der Montage des neuen Bezuges werde ich dann auf Popnieten gehen müssen.



    Oha...


    Weiter gehts.


    Ich war in den letzten zwei Wochen nicht untätig und habe an den Schemeln weiter gebastelt.


    Zuerst kam der Beifahrersitz der GTI-Recaros dran.

    So ganz beisammen ist dieser nicht,

    habe aber einige Ersatzteile in meinem Fundus,

    um den Stuhl zu komplettieren.



    Unter dem Sitzpolster offenbart sich der erste Kabelsalat.

    Die Stecker von der Sitzheizung abziehen, um das Polster aus dem Sitz nehmen zu können.



    Dann die Schläuche der Lordoseunterstützung abziehen.



    Der Bezug ist nicht geklebt, sondern getackert.

    Klammern rausziehen und wegschmeissen.



    Dann werden die Bezüge der Seitenwangen gelöst, indem man die Polsterklammern und Blechnasen aufbiegt

    und danach die Schaumwangen abgezogen.


    Eine kleine Beschädigung ist vorhanden,

    diese kann man aber kleben.




    Die Lehne kommt als nächstes dran.


    Zuerst das Hoheitszeichen entfernen.

    Die beiden Dorne hinten aufbiegen und die Plakette nach vorn rausziehen.



    Die Steampunkmechnik folgt als nächstes.

    Zuerst das grosse Zahnrad abschrauben,

    das kleine darüber ist durch einen Sprengring gesichert,

    zuletzt das Dings mit Zahnrädern abschrauben.


    Wenn ich aus dem Fenster und aufs Thermometer schaue,

    sieht es gefühlt draussen so aus.



    Mann, Mann, Mann...


    Es reicht so langsam mit den Temperaturen! :cursing:


    Dieser Game Of Thrones-Winter war lang genug.