Bin wieder zu Hause.
Die letzte Tour führte mich aus der Bretagne über Belgien/ Niederlande wieder nach Hause.
Erster Zwischenstop war ein Campingplatz in Frankreich. Es war wieder HEIß draußen, ich hatte kein Bock mehr zu fahren und ich habe den Fehler gemacht zwischendurch keine längere Pause zu machen. Das Schild an der Campingplatz-Einfahrt (Complét) sorgte also nicht nur kurzfristig für schlechte Laune. Die wurde dann auch nicht besser, als mein zweiter Ausweichplatz nicht erreichbar war, weil die Straße gesperrt war. Also zurück auf die Autobahn, dort auf einen Parkplatz in den Schatten gestellt. Hatte mich schon auf "Camping the hard way" eingestellt und mit einer Übernachtung auf der Autobahn gerechnet. Kühlschrank geht auf Gas, Batterie und die Wasserkanister waren voll und meine sehr gurkige Selbstbauaußendusche gab mir die letzte Sicherheit in Form von "geht schon".
Hab dann aber doch noch einen Municipal, entlang meiner Route um die Umweltzone herum, gefunden. Den wollte ich noch versuchen. Also da hin, und was soll ich sagen: Fast leer, schön angelegt und hohe große Bäume (Schatten!). Was war ich froh!
Am nächsten Tag dann nach Holland auf einen Mini-Camping zwischen Utrecht und Breda. Den hatte ich dann aber abends noch reserviert. In Frankreich lief es gut, wenig Verkehr, in Belgien war es sehr voll. Dort nochmal vollgetankt wegen der exorbitanten Spritpreise in NL.
Dort dann angekommen: 11 Stellplätze, welche in einer niederländischen Akkuratesse vom feinsten angelegt sind, die Camper dort alles sehr pingeling glatt und gebügelt aufgestellt und eingerichtet. Alles total ruhig, pikobello und jeder der ordentlich gekleideten 70+ Menschen grüßte beim vorbeigehen. Wie der Wohnwagen zu stehen hat, wie das Auto stehen muss und in welchen Stecker der Strom genau gesteckt werden muss wurde mir dann auch gleich gezeigt. Mir war das nach 4 Wochen eher schlurrigen Campingplätzen echt etwas zu viel. Habe morgens dann ausgeschlafen weil nicht mehr so viel zu fahren war und habe mich dann auch recht schnell verdrückt weil ich keinen Krach machen wollte beim Frühstück 😁. Nichtmal den Müll habe ich entsorgt, denn der wurde dort auch ganz genau (ich habe in die Tonnen reingeschaut, ich wollte es eigentlich noch fotografieren) sortiert. Rückfahrt dann zügigst nach Hause, die letzten 150 km sind immer die gleichen: Es wird gefahren was die Kiste hergibt...
Am Ende des Tages (der viereinhalb Wochen):
Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Schweiz, Italien, Frankreich, Belgien, Niederlande.
Hinweg und Italien habe ich alles vorher gebucht. Frankreich alles auf gut Glück und ausschließlich von der Kommune getragene Campingplätze (was fast immer gut funktioniert hat). Den in NL hatte ich zur Sicherheit noch gebucht.
Knapp 5000 km (ca 500 km davon solo), Durchschnitt 10,3 L, ca 550 Liter Sprit (mit Boot), ca 75 Stunden Fahrtzeit. (Werte aus der MFA), 260 Euro an Mautkosten haben sich zusammengesammelt. Am teuersten war der Mont-Blanc-Tunnel (65 Euro) & ein Stück der italienischen Autostrade Milano>Aosta (ca 50 Euro). Der Rest hat sich an den vielen Kassenhäuschen aufgeteilt. 😉 Öl war bei Abfahrt voll, bei Ankunft auf halb.
Defekte: Bis auf die eine Führungsbuchse des Schaltgestänges direkt hinter dem Krümmer (die fällt bei jeder längeren Wohnwagenfahrt raus weil das Hitzeschutzblech bzw. Warmluftansaugblech am Krümmer nicht mehr montiert ist) war am Auto dieses Mal gar nichts. Die Buchse sorgt für etwas mehr Spiel beim schalten. Ich werde dieses Problem aber nun echt mal angehen und mir da irgendwas hinkonstruieren damit die da bleibt, wo sie hingehört.
Am Wohnwagen ist überhaupt gar nix kaputt gegangen.
Der Urlaub war insgesamt super, jeder der zahlreichen Kilometer hat sich gelohnt. Das Cabrio hat zeitweise wirklich sehr böse Bedingungen gehabt und hat sehr gut "mitgearbeitet".
Eine Sache ist für mich allerdings definitiv Fakt, da mag hier jemand sagen was er will: Mit SuperPlus 98 fährt es besser. Gefühlt habe ich ein ganz klein wenig mehr Motorreserven welche aber den letzten Unterschied ausmachen. Mit Super 95 wurde es schneller anstrengend und noch zäher als es sowieso schon ist. Leider musste ich hin und wieder 95 tanken weil es nix anderes gab. Diesen Raketentreibstoff von Aral/Shell habe ich nie getankt, wenn dann 98 (also Esso, Total, Avia).