Okzitanien, Andorra, danach wieder nach Nordwesten, ein Stück Bretagne, und nun bin ich wieder auf dem Rückweg. Letzte Station Dortmund-Hohensyburg. Eigentlich nur ein „Notgedrungen-Zwischenstop“ wo ich doch letztlich fast zu Hause bin, aber Kleinanzeigenkäufe möchten abgeholt werden entlang der A1 😄 und letztlich eine super Sache, hier gefällt es mir sehr gut.
Und hier mal eine Lektion darüber, dass man das Auto ganzheitlich und sehr genau beobachten muss, wenn es vermeintlich böse Geräusche macht.
Zwischendurch ist mir aufgefallen, dass mein Auto Klackergeräusche macht. Nur wenn der Wohnwagen dran ist, erst nach einer bestimmten Fahrtzeit (ca eine Stunde), nur unter hoher Last (berghoch z. b. bei hügeliger Landschaft), nur zwischen 60 und 70, nur im dritten und vierten Gang. Gas wegnehmen oder weniger Gas, das klackern wurde leiser oder hörte auf. Klackern war für mich erstmal Geschwindigkeitsabhängig. Hört sich ein bisschen wie ein Pleuellagerschaden an. Im Lenkrad und im Auto spürte man gar nichts. Fast gar nichts. Hatte mich mal druntergelegt, aber nichts feststellen können. Dachte mir: Wird eines der Antriebswellengelenke sein. Die sind allerdings ALLE relativ neu, von GKN, und nur bei Geradeausfahrt? Naja… was soll es sonst sein? Hab auch vieles während der Fahrt ausprobiert…
Sehr ärgerlich: Nachdem ich gerade die Rückfahrt begonnen habe fängt das elendige geklackere nach ca 100 km wieder wirklich unüberhorbar nun auch im 4. und 5. Gang bei 80-90 auf der Autobahn an, auch auf geraden Teilen wo jetzt keine sonderlich hohe Last da ist. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie stinkig ich geworden bin angesichts der noch zu absolvierenden 1400 Autobahnkilometer. Leichte Freude hatte ich nur ob der möglichen Geräuschunterdrückung von Applekopfhörern. Was aber ja auch nicht so toll ist.
Dann habe ich überlegt: Während der Fahrt ist mir dann eingefallen, dass das Geräusch das gleiche ist wie bei niedriger Geschwindigkeit. Das kann ja eigentlich nicht sein, es müsste ja scheller sein wenn es was mit dem Rad/ Getriebe zu tun hat. Dann klöterte der halblehre Edelstahl-Kaffeebecher irgendwo am Plastik der Mittelkonsole… auch ungefähr so. Warum war das Geräusch jetzt bei einer anderen Geschwindigkeit? Es muss also eigentlich eher was am klappern/ schwingen sein. Dann habe ich angehalten, die Motorhaube aufgemacht und überlegt, was wo drauf rumrödeln könnte. Und dann fiel es mir ein: der scheiss Wischwasserschlauch auf der Wasserkastenabdeckung, der, der mir seit Anbeginn ein Dorn im Auge ist weil offensichtlich nicht richtig von mir verlegt. Ich weiß gar nicht wie er überhaupt richtig verlegt wird. Material ist irgendein billiger Plastikschlauch aus dem Bastelbedarf.
Warum fing er erst nach einer Zeit mit dem Schwingen an? Weil er kalt zu starr war. Nach ner Stunde mit der Kiste hintendran war es dann wohl warm genug.
Warum hat es sich geändert? Weil ich die Scheibenwaschanlage auf der Rückfahrt bei Abfahrt betätigt habe. Vielleicht war dann wieder mehr Wasser drin und das hängende Stück schwerer.
Absolut Verückt!
Abgemacht, zusammengeknotet, Geräusch weg.
Ansonsten: 5500 km, Durchschnittsverbrauch glatte 10 Liter SP98. Sonst kein Ärger, fuhr absolut einwandfrei.
Wetter war so gut wie nie! Zum Cabriofahren top! In Italien bin solo zwar fast nur geschlossen gefahren weil zu warm, dafür die restlichen KM offen.
Gesehene andere Golf 1 Cabrios: EINS. In Frankreich.
Was sehr gut funktioniert hat: Liquid Glass. Ich hatte das Zeug nach der Politur vor dem Urlaub aus nem Regal in der Garage rausgeholt und in (ich meine) 6 Schichten aufgetragen und er ist in diesem Jahr das erste Mal NICHT matt nach der Fahrt! Da habe ich die Jahre vorher andere Mittel ausprobiert die allesamt gescheitert sind. Das Zeug werde ich nachordern und auffrischen.
Der Wohnwagen hat auch sehr gut funktioniert, allerdings muss ich an die Bremse ran. Die quietscht und schreit wie die Hölle. Alles dadran. Ich vermute, dass die Neuteile (vor 5 Jahren neue Achse mit neuen Bremsen/ Trommeln) komplett trocken montiert wurden.