Also ich glaub ich hab jetzt ein paar Eier des Kolumbus gelegt:
Um (erneut) sicher zu gehen dass der Steuer- und Systemdruck passt habe ich wieder mein Manometer zwischen Mengenteiler und Warmlaufregler eingeschleift. Außerdem hab ich beim Mengenteiler einfach mal ne Grundeinstellung vorgenommen (Einspritzleitungen ab, Benzindruck aufbauen, so lange auf fett drehen bis Sprit kommt, leicht zurückdrehen bis grad so kein Sprit mehr kommt). Motor an - läuft (kalt) schlecht.
Ich wollte erst mal den Systemdruck messen, deswegen habe ich, während er kalt lief, mal das Manometer "zu" gemacht und siehe da, der Motor läuft wie ein Glöckchen. Mit Wegnahme des Drucks auf den Warmlaufregler läuft die Kiste dann eigentlich sehr fett - aber genau das fehlt wohl - Sprit. Das würde dann eigentlich sehr gut zum Thermozeitschalter mit 15 statt 35 Grad passen. Der bis 35 Grad spritzt ja dann "viel länger" über das Kaltstartventil ein (aktuell 19 Grad in der Werkstatt) - und wenn ich die Kurve des Warmlaufreglers ansehe passt das eigentlich gut. Außerdem ist mir aufgefallen dass der Warmlaufregler eher eh auf der unteren Toleranz des Bereichs liegt - also der hat schon 1.4 bar bei 20 Grad - wo er 1.0-1.4 haben dürfte. Also eh auf der mageren Seite aber in der Norm. Ob das wirklich das Kaltlaufproblem löst werd ich mal mit gebrücktem Thermozeitschalter testen. Wenn er dann bei 20 Grad sauber läuft haben wir den Verdächtigen. Gas nimmt er dann übrigens auch fein an.
Gut - mit geschlossenem Manometer hab ich die Kiste dann warmlaufen lassen und dann wieder geöffnet so dass er mit 3.5 Bar Steuerdruck abmagertdann - Lambdasignal aber kein Tastverhältnis - hä ? ? Obwohl ich ja den neuen Kabelbaum + neue Steuergerät verbaut habe.. und dann seh ichs. Der Stecker ist abgerutscht vom Steuergerät. Grmsl. Wieder drauf und schon hat man ein summendes Taktventil aber immer noch komisches Tastverhältnis. Verdacht: Multimeter ist Schrott.
Ergo habe ich mal im Netz gesucht wie ich das Tastverhältnis noch messen kann: Ganz einfach über Volt. Der Wert des Tastverhältnis pendelt, bei 50%, recht genau auch bei 50% der Batteriespannung. Als Schätzeisen reicht das. Also umgestellt und tadaaa... ein Tastverhältnis. Das habe ich dann mit der CO Schraube, pendelnd, auf 6.3-7.0v eingestellt (13.8V Spannung). (P.S. Oszilloskop bestellt).
Und siehe da.. der Wagen läuft, nimmt Gas an und die Lambdaspannung pendelt fleißig von 0.1-0.9 V umher. Schön oder?
Alten Kabelbaum wieder dran. Kein Lambdasignal. Durchgemessen - Masseschluss durch Kontakt mit Schirmung im Stecker des Kabelbaums vom Steuergerät zur Lambdasonde. Neuen Stecke dran - jetzt läufts auch mit dem "alten" Kabelbaum.
Einzig was ich noch habe: Wenn der Wagen warm ist springt er nur mit 4-5 Sek Orgeln oder etwas Gas an. Das ist jetzt aber erst mal Zweitrangig...