Vorne beifahrerseitig passt wenig zusammen. Das Federbein ist neu, das Radlager auch, und inzwischen auch der Querlenker. Alle anderen Teile sind die aus meinem Scheunenfund-Cabrio - und das Ganze sieht in zusammengebautem Zustand so aus:

Ich schicke positive Grüße! Vier Grad positiv, mit der maximal negativen Einstellung der Einstellschraube.
Der heutige Tag ging für die Fehlersuche drauf. In Kürze:
- Mein nach Augenmaß provisorisch eingestelltes Gewindefahrwerk war zu tief.
- der Achsschenkel hat einen Schlag. Ich habe inzwischen die aus dem Schlacht-Auto bekommen, und zumindest den beifahrerseitigen arbeite ich auf.
- Die Antriebswelle ist zu lang. Mein Auto ist ziemlich zusammengestückelt, und weil es diese Kombination nie, stückle ich mir eben meine eigene Antriebswelle zusammen aus den Teilen, die ich da habe. Genauer gesagt behalte ich die zu meinem Auto passende alte Welle, die ist nämlich kurz genug, und stecke die Gelenke und Flansche der Neuen drauf. Bisher recht erfolgreich, nur der alte Getriebeseitige Flansch ging nicht ab.
Normalerweise würde mich mein Unwissen so richtig fuchsen. Aber ich scheine mit einer für mich ungewöhnlichen Lässigkeit ranzugehen und habe ziemlichen Spaß bei der Fehlersuche. Im Grunde ist dieses Projekt genau dafür da, ein Ausgleich zu meiner Arbeit und meinem sonstigen Alltag zu sein. Fahrerseitig passts ganz gut, übrigens.
Exzerpte:
Mein Dad hatte die geniale Idee, dass das Auto sicher mal einen Schlag auf das rechte Rad bekommen haben muss. Ist deswegen vielleicht sogar der Aufnahmepunkt des Querlenkers nach innen verschoben? Früher lag hier mal ein ganzer Richtsatz für 1er Gölfe rum, aber der ist beim letzten Frühjarsputz rausgeflogen. AAABER - mir fiel vor ein paar Tagen ein anderes Cabrio bei einer Werkstatt auf: Auch ein GL, auch in Champagner, auf ATS Cup. Ich rief dort schnell an, erklärte mein Anliegen und lag nach wenigen Minuten unterm Auto, um nachzumessen:

Maß vom Schraubenkopf der fahrerseitigen Aufnahme zur Beifahrerseite, gemessen am anderen Cabrio

Maß vom Schraubenkopf der fahrerseitigen Aufnahme zur Beifahrerseite, mein Cabrio:
Mist, das wars nicht. Oder besser, yeah!, das wars nicht! Also wieder heim, und den Ersatz-Achsschenkel aus dem Schlacht-Auto eingesteckt. Und siehe da, das brachte fast drei Grad! Während ich den Achsschenkel wieder ausbaute, um ihn mit dem Sandstrahler zu Leibe zu rücken, nahm mein Dad schon mal die Antriebswelle in Augenschein. Ich kam wieder in die Garage zu folgendem Anblick:

Vielversprechend! Den nicht benötigten Zapfen haben wir dann ohne seine Welle ins Auto gesteckt, damit wir das Auto immerhin auf seine Räder stellen können, ohne das Radlager zu zerdrücken:

Tadah, fast ein Auto!
Achja, das Bremsen-Aufarbeiten hätte ich fast vergessen. Sandstrahlen könnte wirklich mein neues Hobby werden, das macht süchtiger als der Hochdruckreiniger!

Ich für meinen Teil komme in den nächsten Tagen erstmal nicht mehr in die Halle, bin aber ganz schön happy mit dem Fortschritt. Eigentlich wollte ich "nur mal eben Motor und Getriebe tauschen", und jetzt kann ich schon fast nen Haken an Fahrwerk, Bremsen, Tank und Unterboden machen. Abgefahren!
Ihr seid herzlich eingeladen, zu allen dieser Dinge Euren Senf dazuzugeben, das kanns nur besser machen 