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Dolomiten und Gardasee im Doppelpack - zwei Cabrios unterwegs (Mai 2014)

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  • Dolomiten und Gardasee im Doppelpack - zwei Cabrios unterwegs (Mai 2014)

    Heute habe ich entdeckt, daß es nun einen Extrabereich "Tourberichte" gibt. Da mache ich doch gerne mal den Anfang.

    Dieses Jahr im Mai haben mein Spezl Andi und ich relativ kurzfristig einen Kurzurlaub in Italien verbracht. Erst in der Woche zuvor stand fest, daß wir beide zeitgleich Urlaub haben. Die Zielregion Dolomiten und Gardasee war recht schnell festgelegt, nur das Wetter hätte uns noch einen Strich durch die Rechnung machen können. Am Sonntag, 18.5. ging es los, als Termin für die Rückfahrt war Mittwoch, 21.5. geplant.

    Da Andi aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen kommt und ich aus dem Landkreis Rosenheim bin, stellte sich die Frage, mit welchem Auto wir fahren. 2012 waren wir mit meinem Cabrio unterwegs rund um den Lago Maggiore (Italien/Schweiz) und ich holte Andi daheim ab. 2013 ging es mit Andis Cabrio Richtung Weissensee (Kärnten, Österreich) und er sammelte mich daheim auf. Dieses Jahr hätte jeder von uns einen Umweg fahren müssen und weil wir doch auch ein wenig verrückt sind, haben wir beschlossen, daß jeder mit seinem Cabrio fährt.

    Als Treffpunkt wurde Schönberg an der Brenner-Autobahn vereinbart. Von dort aus ging es weiter im Doppelpack Richtung Süden. Damit es keine Abstimmungsprobleme bei der Streckenwahl gibt, hatte ich im Vorfeld zwei Motorola TLKR T50 PMR-Funkgeräte gekauft. Jeder von uns kennt zwar die Region ganz gut und die grobe Routenführung war bereits geplant, aber die Funkverbindung war ein klasse Sache, zumal man untereinander auch quatschen konnte. Im Gegensatz zum Handy darf man Funkgeräte auch während der Fahrt benutzen.

    Am ersten Tag ging es über die Brennerlandstraße zum Brennerpass, hinüber nach Italien und weiter auf der Landstraße bis Brixen. Dort zweigten wir in das Pustertal Richtung Bruneck ab. Vor Bruneck bogen wir dann Richtung Gadertal ab. Das Wetter war bis dahin auf der gesamten Strecke schön sonnig. Mit jedem Meter weiter Richtung Süden zog es dann aber leider immer weiter zu. Über den Valparola-Pass ging es weiter zum Falzarego-Pass und hinunter nach Cortina d'Ampezzo. Es war nun komplett wolkig und trüb, blieb aber trocken. Entsprechend konnten wir weiter offen fahren. Wir hielten uns nun wieder weiter Richtung Süden. Nach einigen Kilometern ging es von der Hauptstraße ab zum Forcella Cibiana, einem recht kleinen Pass, der uns nach Forno di Zoldo führte. Von dort ging es auf dem ebenfalls recht kleinen Passo Duran nach Agordo. Der letzte Teil der Tagesetappe führte uns über den Passo die Cereda nach Feltre. Es war bereits später Nachmittag und leichter Regen setzte ein. Die geplante Tagesetappe war geschafft und wir suchten uns eine Unterkunft für eine Nacht. Das Hotel, welches wir über HRS gefunden hatten, war mit 80 Euro für das Doppelzimmer inkl. Frühstück absolut in Ordnung.

    Das Hotel am Gardasee hatten wir bereits von daheim aus für zwei Nächte gebucht. Entsprechend stand das Ziel der zweiten Tagesetappe fest. Es ging nach Arco, also in den Norden des Gardasee. Von Feltre fuhren wir zuerst über die Höhenstraße von Norden her auf den Monte Grappa. Leider regnete es, war kühl und neblig. Die sonst so tolle Aussicht vom Gipfel Richtung Veneto wurde komplett von den Wolken verschluckt. Erst auf der Abfahrt Richtung Bassano del Grappa kam schließlich die Sonne heraus und es wurde angenehm war. Genau der richtige Zeitpunkt, die Dächer wieder zu öffnen. Es ging nun wieder Richtung Norden, hinauf auf das Hochplateau von Asiago. Von dort wieder hinunter nach Arsiero, um im nächsten Anstieg zum Passo Xomo zu fahren. Vogelwilde Strecken gibt es in Italien schon. Die Auffahrt zum Pass wurde nur kurz vorher von einem Regenschauer ordentlich naß gemacht. Dumm nur, daß wohl am gleichen Tag dort hunderte Schafe nach oben getrieben wurden und die Straße entsprechend "beschissen" war. Wie unsere Cabrios aussahen, kann man sich vorstellen. Über den Passo di Fugazze ging es weiter und nach Rovereto hinunter in das Etschtal. Dort wurden zuerst ein paar Euro an der Waschbox investiert, um zumindest den groben Dreck wieder abzuwaschen. Von Rovereto fuhren wir weiter nach Arco hinüber und waren am Ziel der Etappe Nummer zwei.

    Für den kommenden Tag war schönes Wetter angesagt und die Vorhersage sollte Recht behalten. Wir sind mit meinem Cabrio Richtung Monte-Baldo-Höhenstraße gefahren. Es war traumhaft, da kaum Verkehr war und die Fahrbahn neu asphaltiert. Entsprechend zügig ging's dahin. Da wir auch eine kleine Bergwanderung eingeplant hatten, blieb das Auto nach einigen Kilometern stehen und wir gingen etwa 700 Höhenmeter hinauf auf den Monte Altissimo. Die Aussicht von dort oben auf den Gardasee hinunter ist der Wahnsinn. Nach Einkehr im dortigen Rifugio ging es wieder hinunter zum Auto und weiter auf der Höhenstraße Richtung Süden. Diese war zwar offiziell noch nicht offen wegen Wintersperre, was mich aber nicht davon abhielt, doch weiterzufahren. Schilder auf italienisch? Welche Schilder? Es war doch sehr abenteuerlich, da wenige Kilometer weiter diverse Lawinenstriche zu queren waren und diese meterhoch freigefräst waren. Unten in Garda angekommen, ging es wieder Richtung Norden, immer auf der Gardasee-Uferstraße entlang. Gegen Spätnachmittag waren wir wieder zurück in Arco.

    Der kommende Tag war auch schon der letzte Tag der Tour und es ging wieder Richtung Heimat. Die Sonne schien, es war bereits morgens angenehm warm. Wir fuhren von Arco über eine kleine Nebenstrecke hinauf nach Ronzo und dort immer den Bergrücken entlang über den Passo Bordola zum Valle di Cei. Vor Aldeno zweigten wir ab zum Monte Bondone. In vielen Serpentinen ging es nun wieder hinunter in das Etschtal nach Trento. Da die Hauptstraße im Etschtal nicht wirklich Spaß macht und sich die Strecke ewig zieht, sind wir nun für einige Kilometer auf die Autobahn und bei Bozen wieder abgefahren. Hier gab es einen Zwischenstop zum Einkaufen und anschließend ging es das Sarntal hinauf zum Penser Joch. Von dort fuhren wir weiter Richtung Norden, hinunter nach Sterzing und nun wieder auf der Brenner-Landstraße hinauf zum Brenner-Pass. Die letzten gemeinsamen Kilometer in Österreich fuhren wir nun bis Schönberg und dort trennten sich unsere Wege wieder.

    Insgesamt war das eine sehr schöne, abwechslungsreiche Tour. Die Autos haben sich auf der Strecke gut geschlagen. Lediglich an meinem Cabrio verklemmte sich gleich am ersten Tag bei der Abfahrt vom Falzarego-Pass einer der Bremsbeläge vorne links. In einer Kehre schlug mir der Geruch durch's geöffnete Verdeck in die Nase. Beim nächsten Fotostop war die Felge recht heiß. Nach einer Abkühlpause fuhr ich vorsichtig weiter und versuchte den Belag wieder freizubremsen, was auch gelang. Auf der weiteren Tour gab es keine Probleme mehr.

    Ich hoffe, daß Euch der Bericht gefallen hat und jetzt gibt es natürlich auch noch Fotos:

    01 Valparola-Pass.JPG 02 Falzarego-Pass.JPG 03 Passo Cibiana.JPG 04 Abfahrt Passo Cibiana.JPG 05 Auffahrt Passo Duran.JPG 06 Passo Duran.JPG 07 Auffahrt Monte Grappa.JPG 08 Auffahrt Monte Grappa.JPG 09 Abfahrt Monte Grappa.JPG 10 Passo Xomo.JPG 11 Schafmist.jpg 12 Monte Baldo Höhenstraße.JPG 13 Monte Altissimo Blick Gardasee Süd.JPG 14 Monte Altissimo Blick Gardasee Nord.JPG 15 Restschnee auf 2079 m.JPG 16 Rifugio Altissimo.JPG 17 bergtaugliche Fahrzeuge.JPG 18 Nago-Torbole Gardasee Nord.JPG 19 Passo Bordala.JPG 20 Monte Bondone.JPG 21 Auffahrt Penserjoch.JPG 22 Penserjoch.JPG
    Hauptfahrzeug seit 10.15: VW Golf 7 Variant Lounge 2.0 TDI (BJ 15, Typ AU, 150 PS/110 kW)
    Sommerfahrzeug seit 11.10: VW Golf 1 Cabrio, (BJ 89, Typ 155, 95 PS/70 kW)
    VCDS benötigt im Raum 830xx? - PN an mich!

  • #2
    AW: Dolomiten und Gardasee im Doppelpack - zwei Cabrios unterwegs (Mai 2014)

    Schöner Bericht - schöne und schön viele Fotos - schicke Cabrios! Tolle Gegend :p!!
    War zuletzt vor 21 Jahren am Gardasee und würde so gerne wieder. Vielleicht dann beim nächsten Mal im Cabrio , sind von uns aus allerdings 1000km - das wird dann schon anstrengend für Fahrer, Beifahrer und Auto.
    Bel-Air in rubinrot/schwarz

    sigpic

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    • #3
      AW: Dolomiten und Gardasee im Doppelpack - zwei Cabrios unterwegs (Mai 2014)

      Sehr schöner Bericht, da wäre ich gerne mit gefahren !!!

      Vielleicht darf ich ja mal mir Euch mitkommen wenn ihr wieder so ein Tour fahrt, würde mich freuen.
      Gruß Jörg

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      • #4
        AW: Dolomiten und Gardasee im Doppelpack - zwei Cabrios unterwegs (Mai 2014)

        Auch ein schöner Bericht.
        Wäre wirklich schön, wenn man mal gemeinsam eine "Bayern" Tour machen könnte. Eine Pässetour geht auch mal übers WE...
        Golf 6 R Cabrio Bj. 2014
        A 6 Avant 3.0 TDI Competition Bj. 2015
        verkauft: A 5 Sportback 3.0 TDI Bj. 2012

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